Trash TV
Ende der 90er Jahre gab es im Deutschen Fernsehen einen Trend: Trash TV Talk Shows. Sebastian kapert gezielt Fernseh- und Medienformate, indem er als bayerischer Linken-Politiker in Lederhose beim BR auftritt und sie alle reinlassen will, damit Frieden auf Erden besteht, die Sensationsgier von Nachmittagstalkshows wie Arabella oder Britt mit bizarren Behauptungen füttert oder in Quizshows wie Jeder gegen Jeden absichtlich mit kuriosen Antworten scheitert, um den medialen Voyeurismus bloßzustellen.
Indem er absurde, schockierende Behauptungen (wie das erwähnte Thema bei Arabella) aufstellt oder in Quizshows absichtlich mit kuriosen Antworten scheitert, betreibt er Mediensabotage. Er verweigert dem Massenmedium Fernsehen das, was es will (authentische Kandidaten), und füttert es stattdessen mit einer so extremen Übertreibung, dass die Sensationsgier des Mediums kollabiert. Arabella Kiesbauer, die Moderatorin nahm dies zum Anlass um sich in ihrer Abschiedssendung auf diese Situation zu beziehen.
Arabella, Pro7, Unterföhring, 2000.